#nichtgesellschaftsfähig ANIMADOK

NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG

ALLTAG MIT PSYCHISCHEN BELASTUNGEN

ANIMADOK

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung unseres #nichtgesellschaftsfähig-Buches im Dez 2020 entwickelte sich bei uns im Frühjahr 2021 die Idee für unseren #nichtgesellschaftsfähig-AnimaDok.

Es war wieder einmal ein typisches Standard-GlüMo-Meeting: Komm, wir machen einfach einen #nichtgesellschaftsfähig-Film: Doku und Interview-Situation, Rotoskopie und Animation. 30 min, Kurzfilm. Der Film funktioniert als Ganzes und Einheit und jedoch auch einzeln selbständig in den jeweiligen Episoden – mit Blick darauf, dass wir weitere Episoden machen können und wollen. Und schwupps war unsere AnimaDok-Miniserie entstanden.

Wir zoomten mit der MDM, weil wir so eine große Produktion natürlich nicht allein stemmen können, schon gar nicht finanziell. Dank unseres Oeuvre an Animationsfilmen und eigenen Produktionen, auch im Bereich Doku, erhielten wir von der MDM das Go, unseren Förderantrag zu schreiben. Deadline war dann übrigens einen Monat später im Mai 2021. Also setzten wir uns ran und schrieben einen Monat lang durchweg unseren Förderantrag. Letztendlich umfasste dieser mehr als über hundert Seiten, mit Inhalten und Bildern. Am 08.09. erhielten wir unsere Förderzusage und waren unendlich glücklich. Und jetzt eben produzieren wir unseren #nichtgesellschaftsfähig-AnimaDok. Die Bilder im Anhang sind Moods.

Und hier auch unsere Inhaltsangabe inkl. Projektbeschreibung:

Achso, noch eine Zusatzbemerkung: Alle unsere Beteiligten, die wir anfragten, sagten sofort und ohne Umschweife zu. Vieles ging meist kurz via Tel. oder WhatsApp: Hier (Kurzabriss), das machen wir, wir möchten, dass du dabei bist. Ja, logo bin ich da natürlich dabei. Zusatzbemerkung 2: Zur Schließung unserer Finanzierung reichten wir ebenso unseren Förderantrag bei der KdFS und SLM ein. Und fragten verschiedene weitere Unterstützer:innen und Sponsor:innen an, die alle ebenso sofort gleich zusagten, wie z. B. Irrsinnig Menschlich e.V. Und gerade auch überlegen wir, wie wir weitere Unterstützer:innen ins Boot holen können – insbesondere unter dem Aspekt, dass „sie selbst etwas davon haben“ i.S.v.: Nicht nur, dass sie uns unterstützen, weil sie unsere Arbeit lieben und das Thema so immens wichtig finden inkl. der Art, wie wir das umsetzen, und eben auch alles als AnimaDok erzählen und in die Welt bringen, sondern eben auch, weil sie selbst für ihre Arbeit unsere Filme und Einzelepisoden nutzen können.

Jetzt zur versprochenen Inhaltsangabe:

Das AnimaDok-Filmprojekt „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“, dessen Inhalte auf dem gleichnamigen Buch aufbauen, stellt Betroffene und ihre persönlichen, authentischen Geschichten zu den psychischen Belastungen Depression, Suizid, Essstörung, Zwang, Sucht, Angst und Borderline in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie es sich anfühlt, damit zu leben und sein Leben zu gestalten. Die filmisch aufgearbeiteten Schilderungen der eigenen inneren Lebens- und Gefühlswelt der Protragonist:innen stehen dabei beispielhaft für das Empfinden und Erleben der vielen Betroffenen.Sieben Menschen – die Protagonist:innen Markus Kavka, Zoë Beck, Nicholas Müller, Anne Martin, Peter Wittkamp, Ecki Eckert Stieg und Anna Feuerbach – geben in eindrücklichen Monologen, die mit dramatisierten Animationen ihrer Emotionswelt unterlegt sind, tiefe Einblicke in ihre psychischen Belastungen, die in eingeklinkten Interviews und Gespächen mit Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen wie bspw. Mona Abdel-Hamid und Miriam Basilowski aus fachlicher Sicht betrachtet und erläutert werden. Teile der gefilmten Realbilder werden zur Überleitung in die Animationssequenzen als Rotoskopien umgesetzt.

Der AnimaDok „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“ stellt die Menschen und ihre Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, egal wie bestimmend und überwältigend die Belastungen auch empfunden werden, unter denen sie leiden. Depression, Angst-, Zwangs- und Essstörungen, Suchtverhalten, Persönlichkeitsstörungen und Borderline werden durch die eindrücklichen Erfahrungsberichte anschaulich, in all ihrer Bedrohlichkeit aber auch Alltäglichkeit. An keiner Stelle werden die Protagonist:innen auf ihre Belastungen reduziert, aber die Berichte miniaturisieren auch nicht, sondern geben ein schonungsloses, immer aber ebenso nüchternes Bild vom Leben mit der psychischen Belastung. Jede Geschichte hat dabei einen ganz eigenen, individuellen Erzählton, eine Haltung, die aus den Einzelepisoden einen Film mit einer ganz eigenen Qualität macht.

Das AnimDok-Projekt „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“ möchte zur Entstigmatisierung und Enttabuisierung von psychischen Belastungen beitragen und das Thema stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Durch das abgestimmte Zusammenspiel aus Realbildern, Animationen und Rotoskopien soll trotz der gegebenen Schwere des Themas auf eine für alle zugängliche und unterhaltsame Weise ein Zugang geschaffen werden, der es jeder und jedem ermöglicht, sich möglichst frei und offen mit psychischen Belastungen auseinanderzusetzen.

Gefördert von der MDM – Mitteldeutsche Medienförderung